Wer von euch Schachspielern interessiert sich auch für Astronomie?

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Babylonia
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Wer von euch Schachspielern interessiert sich auch für Astronomie?

Beitrag von Babylonia »

Ich weiß nicht, ob Schach mit Astronomie korreliert, in meinem früheren Astronomieclub hatten die Mitglieder weder etwas mit Sprachen noch mit Schach zu tun. Ich habe mich immer mit der Theorie der Astronomie beschäftigt, die praktische Himmelsbeobachtung mit einem eigenen Teleskop kam für mich nicht in Frage, weil ich total kein Nachtmensch bin und das Hobby "Amateurastronomie" auch teure Investitionen erfordert. Stattdessen habe ich mich auf den Besuch von Vorträgen und das Lesen von Büchern und Zeitschriften so wie das Anschauen von Dokus im deutschen Fernsehen beschränkt.

Babylonia

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Beitrag von ToBeFree »

OBAFGKMLT ^.^

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Beitrag von Babylonia »

ToBeFree, ich glaube du hast hier im falschen Thread gepostet, dein Link hat nichts mit meinem naturwissenschaftlichen Thema zu tun. :nichtwahr:

Babylonia

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Beitrag von ToBeFree »

Da ist kein Link und das sind die Spektralklassen der Sterne, nach Hitze sortiert :slant2:

Es sollte "ich interessiere mich auch dafür" heißen. :embarrassed:

Kiffing
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Beitrag von Kiffing »

In den 80er Jahren war die Astronomie neben den Dinos das ganz große Thema. Insofern hat mich für die Astronie auch eine gewisse Leidenschaft entflammt. Als Kind wollte ich nichts lieber, als in den Weltraum zu fahren. Heute ist das ja möglich, allerdings kann ich momentan nicht die Kosten von ca. 2 Milliarden Euro dafür entrichten. Am meisten fesselt mich die Frage nach fremden Zivilisationen irgendwo im Weltraum. Um die Aliens zu beeindrucken, läßt die SETI ja die Musik von Bach durch den Äther trillern. Anderen Theorien nach sind die Aliens schon unter uns: [url]http://www.focus.de/wissen/weltraum/tid-31351/die-ausserirdischen-sind-unter-uns-die-zehn-spektakulaersten-alien-faelle-5-praesident-eisenhower-soll-sich-mit-aliens-getroffen-haben_aid_996066.html[/url]

Eine Korrelation mit Schach sehe ich eher bei der Musik wegen dem Sinn für Harmonie und abstrakter Intuition. Vincent Keymer kommt z. B. aus musikalischem Elternhaus und spielt selbst ein Instrument. Taimanov, Philidor und Smyslow waren auch leidenschaftliche und hervoragende Musiker. Korrelationen zwischen Schach und Astromie könnte ich mir allenfalls aufgrund des Interesses für ein eigenes, spannendes Themenfeld vorstellen, wo man darin aufgehen kann und wo bei beiden Disziplinen der Weg das Ziel ist, weil ein Menschenleben nicht reicht, dem Schach oder der Astronomie alle Geheimnisse zu entlocken.

Babylonia
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Beitrag von Babylonia »

Hi zusammen,

QUOTE: "OBAFGKMLT ^.^" Das hatte ich jetzt nicht zuordnen können. Stattdessen hatte ich auf den Link "Musescore.com" geklickt.
Aber eine Auffrischung der Spektralklassen tut mir auch gut. In meinem Buch "Kompendium der Astronomie" von Hans-Ulrich Keller steht alles genau drin.


Mein Skypie aus Norwegen und ich lesen uns auf Skype gegenseitig Zeitungsartikel vor zu spannenden Weltraummissionen wie "Rosetta" (Komet Tschuriyumov-Gerasimenko), "New Horizons" (Zwergplanet Pluto) und "Dawn" (Zwergplanet Ceres im Asteroidengürtel). So etwas finde sehr interessant und vor allem auch anschaulich mit spektakulären Photos. Aliens interessieren mich überhaupt nicht. Das SETI-Projekt ist mir natürlich bekannt. Ich bin ein Stammgast bei den Astronomie- und Raumfahrtvorträgen an unserer VHS.

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Beitrag von Babylonia »

Man kann auch sagen: Astronomie und Schach kann sich im Wege stehen, als ich nämlich im Astronomieclub aktiv war, hatte ich überhaupt kein Interesse am Schach. Das Eine hatte das Andere verdrängt.

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Beitrag von Sanpelg »

[QUOTE=Kiffing;25374] ...allerdings kann ich momentan nicht die Kosten von ca. 2 Milliarden Euro dafür entrichten...[/QUOTE]

:heiter: ich arbeite auch daran, fürchte aber das wird noch ein bisschen dauern...

Finde das Weltall sehr faszinierend, die riesigen Entfernungen lassen einen wissen, wie unbedeutend der Mensch ist - wir sind nur Affen auf einem Staubkorn im Universum.

Leider gibt es nach der Euphorie der 70er, wo das Thema groß in Mode war, keine Ansätze wie es in der Richtung weitergeht. Selbst wenn wir ein Raumschiff bauen könnten, das 300.000 Stundenkilometer fliegt, bräuchten wir immer noch zigtausend Jahre um auch nur zu den nächstgelegenen Sternen zu kommen - und einen besseren Raumantrieb werden wir nicht mehr erleben.

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Beitrag von Kampfkeks »

Das Universum - und überhaupt die Geschichte der Astronomie und Raumfahrt - ist natürlich ungeheuer faszinierend. Ich würde nichts lieber tun, als selbst einmal ins Weltall zu fliegen! Tatsächlich werden ja mittlerweile auch Reisen angeboten, leider zu unerschwinglich hohen Preisen. Die nächste "echte" private Mission (dh mehr als nur 5 Minuten Schwerelosigkeit in langweiligen 100-200 km Höhe) ist wohl für 2018 anvisiert, bei dem 3 Personen - davon 2 Touristen - mit einer umgebauten Sojus einen 9-Tage dauernden Flug um den Mond antreten sollen. Eine Mondlandung ist selbstverständlich nicht geplant, es geht "nur" einmal um den Mond herum und dann wieder zurück. Preis pro Ticket: 150 Mio. Dollar. Mit anderen Worten: Für uns "Normalos" unbezahlbar.

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Beitrag von ToBeFree »

Der Mars liegt viel näher an der Erde als die wirklich utopisch weit entfernten Sterne, und der Flug dorthin würde mit unseren Mittel auch "nur" ein Jahr dauern (Curiosity hat 8 Monate gebraucht). Es gibt also einen nächsten Schritt, ein nächstes Ziel in der Raumfahrt, und vielleicht erlebe ich noch, wie der erste Mensch auf dem Mars landet. Außerdem denke ich, dass das momentan nicht an der technischen Machbarkeit, sondern an fehlendem Interesse bzw. mangelnder Finanzierung scheitert. Der kalte Krieg ist vorbei, und natürlich stellt sich auch die Frage, ob man die Ressourcen, die heute noch für Raumfahrt investiert werden, nicht lieber zur Ernährung hungernder Menschen nutzen sollte.

Riesige Summen für eine private Mondumrundung zu verschwenden, die keinerlei Sinn für die Menschheit ergibt und einfach nur dem Zeitvertreib dient, kommt mir dumm und kurzsichtig vor, vielleicht sogar verachtenswert.

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Beitrag von Babylonia »

Die bemannte Raumfahrt ist natürlich am spektakulärsten und ich kann so Kinderträume wie ins Weltall fliegen wollen verstehen.

Mein persönliches Interesse gilt allen astronomischen Erforschungen aber ich habe ein besonderes Augenmerk auf die unbemannten Raumsonden die zur Erforschung unseres Sonnensystems auf die Reise geschickt wurden. Es würde mich freuen, wenn in den Bereich noch mehr Geld fließt.

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Beitrag von Kampfkeks »

[QUOTE=ToBeFree;25503]
Riesige Summen für eine private Mondumrundung zu verschwenden, die keinerlei Sinn für die Menschheit ergibt und einfach nur dem Zeitvertreib dient, kommt mir dumm und kurzsichtig vor, vielleicht sogar verachtenswert.[/QUOTE]

Ich verstehe deinen Standpunkt. Andererseits könnte man aber auch argumentieren:

Die bemannte Raumfahrt im Kalten Krieg war ebenso sinnfrei, weil ausschließlich politisch motiviert. Und doch hat die Menschheit dadurch wichtige technologische Fortschritte gemacht und spätere Missionen (Space Shuttle, ISS, MIR) überhaupt erst ermöglicht - die ihrerseits wiederum wissenschaftliche Erkenntnisse einbrachten.

Seither geht die technologische Entwicklung aber eher schleppend voran: Die letzte Mondlandung war 1971, ist also 45 (!) Jahre her. Wir fliegen seit 1969 (!) in einer 747 durch die Gegend, und die heutigen Computer (nebst Internet) sind letztlich auch nur Verfeinerungen von altbekannten Technologien.

Worauf ich hinaus will: Es gibt kaum mehr echte technologische Quantensprünge. Politisch fehlt da offenbar die Motivation bzw. die Notwendigkeit (wie zB der Kalte Krieg). Wenn nun aber von privaten Investoren dieser Antrieb kommt - und wenn es auch nur privat finanzierte Flüge um den Mond sind - dann kann ich das ehrlich gesagt nur begrüßen. Technologisch werden wir davon profitieren - und damit letztlich auch wissenschaftlich.

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Beitrag von Kiffing »

[QUOTE=Benutzername;25641]Wie kam das Gerücht zustande, die Erde kreise um die Sonne und nicht umgekehrt?[/QUOTE]
Das war religiös motiviert. Aus Sicht der Kirche, wo Gott Menschen, Erde und Weltall geschaffen habe, klingt es plausibler für die Gläubigen, daß die von den Menschen bewohnte Erde der Mittelpunkt des Universums sei und nicht an den Rand gedrängt ist. Aus dem selben Grund wendete sich die Kirche auch lange so vehement gegen die Darwinsche Evolutionstheorie. Auch hier klingt es für die Gläubigen plausibler, daß Gott alles mit einem Handstrich geschaffen habe, als daß sich alles über einen unermeßlich langen Zeitraum sozusagen organisch entwickelt habe, wie daß der Mensch, den Gott laut Bibel nach seinem Ebenbild geschaffen habe, sich nach Millionen von Jahren aus der Ursuppe entwickelt habe.

Heute argumentiert die Kirche weniger scholastisch und ist unvergleichlich realitätsnäher geworden. Das gilt zumindest für Europa, in den USA sieht es da natürlich ein wenig anders aus...

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Beitrag von Kampfkeks »

[QUOTE=Benutzername;25641]Wie kam das Gerücht zustande, die Erde kreise um die Sonne und nicht umgekehrt?[/QUOTE]

Wenn die Erde der Mittelpunkt wäre, dann zögen die Planeten am Nachthimmel extrem ungewöhnliche und komplexe Bahnen. Einfacher und überzeugender lassen sich die Bewegungen der Himmelskörper erklären, wenn Erde (+ die anderen Planeten) sich um die Sonne bewegen. Galileo war der erste, der das "Gerücht" gestreut hat und wäre dafür fast auf dem Scheiterhaufen gelandet ("und sie bewegt sich doch").

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Beitrag von ToBeFree »

Hier gibt es gute Abbildungen dazu: [url]https://de.wikipedia.org/wiki/Planetenschleife[/url] :)

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Beitrag von ToBeFree »

Dass sich die Sonne auch ein winziges bisschen "um die Erde" dreht, bestreitet niemand. Die Sonne ist allerdings [URL="http://www.wolframalpha.com/input/?i=(mass+of+sun)+%2F+(mass+of+earth)"]332948,6[/URL] mal so schwer wie die Erde, und dieser Effekt kann wohl vernachlässigt werden, wenn man sagt, dass die Erde sich um die Sonne dreht.

Edit: Habe gerade in Wikipedia nachgesehen: Jupiter und Saturn beeinflussen das sogenannte [URL="https://de.wikipedia.org/wiki/Baryzentrum#Sonnensystem"]"Baryzentrum"[/URL] des Sonnensystems relativ stark, weil sie weit von der Sonne entfernt sind und eine große Masse haben. Trotzdem liegt dieses Zentrum, um das sich alles dreht, manchmal sogar [I]innerhalb[/I] der Sonne, und manchmal ein bisschen außerhalb. Auch das würde ich als vernachlässigbar bezeichnen.

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Beitrag von Zapp Brannigan »

[quote]Auch das [einfluss des planeten auf die sonne] würde ich als vernachlässigbar bezeichnen.[/quote]
Genau so wurde aber der erste Exoplanet gefunden

[@Benutzername
Dass die erde sich um sich selber dreht kann man beweisen, da die Koriolis-kräfte messbar sind, siehe z.bsp. Das Foucault Pendel.

Dein beispiel ist ohne rotation, von daher geht das argument mit der relativität. Sobald du rotation ins spiel bringst ist das ganze etwas komplizierter. Die relativitätstheorie gilt nur in unbeschleunigten systemen. Die erde, welche um die Sonne herumdreht ist aber dauernd beschläunigt, nur halten sich gravitationskraft und fliehkraft im gleichgewicht. Die sonne ist übrigens auch nicht das zentrum, da auch sie bewegt. Das gleichgewicht ist im schweremittelpunkt der zwei körper, beim system sonne-erde liegt dieser aber noch in der sonne, nur leicht versetzt verglichen zum zentrum der sonne.

Du kannst natürlich trotzdem dein referenziell auf die Erde legen, musst aber einige "scheinkräfte" hinzugeben damit die rechnungen aufgehen. Sobald du aber ein system mit vielen planeten hast geht das argument nicht auf. Zwar dreht sich die sonne, wenn man will, auch um die Erde, aber Jupiter dreht sich halt nicht um die erde, das kann man drehen wie man will.

Kampfkeks
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Beitrag von Kampfkeks »

[Benutzername], ich glaube nicht, dass die Menschen so beschränkt und unlogisch sind, wie du denkst. In der Geschichte gab´s und gibt´s so [I]einige [/I]Leute, die uns intellektuell locker in die Tasche stecken würden - Archimedes, Pythagoras, Newton, Darwin, Kepler, Einstein um nur ein paar zu nennen.
Ich glaube auch nicht, dass sich (wissenschaftlich ambitionierte) Menschen grundsätzlich der These widersetzen würden, die Erde stünde im Mittelpunkt und alles andere kreist um sie herum. Aber: Dazu bedarf es einer fundierten Theorie. Nach meinem Kenntnisstand jedenfalls funktioniert Wissenschaft so, dass zu beobachteten Phänomenen eine Theorie entworfen wird. Wenn die Theorie zuverlässig voraussagen kann, was künftig passieren wird, dann ist sie gut. Wenn nicht, dann wird sie verworfen bzw. gilt sie als widerlegt. In meinen Augen ist das eine vernünftige und logische Vorgehensweise, um die Welt um uns herum zu erforschen.
Für die Beobachtungen im Weltall gibt es nun ebenfalls solche Theorien. Unter anderem wird angenommen, dass sich die Planeten in Ellipsen um die Sonne drehen - und diese Theorie funktioniert bislang ganz ausgezeichnet! So können wir zB die künftige Position des Mars ziemlich exakt bestimmen. Das dazugehörige Gedankengebäude fußt wiederum auf bisherigen mathematischen und physikalischen Theorien - u.a. auf der gegenseitigen Anziehung von Massen, Fliehkräften usw.
Selbstverständlich beharrt man nicht stur auf den bisherigen Erkenntnissen, sondern erweitert und verfeinert sie, zB durch die Überlegungen Einsteins zur Krümmung der Raumzeit. Die Wissenschaft ist ([I]die Menschen sind[/I]) also durchaus lernfähig.
Ebenso würde man auch die Theorie akzeptieren, dass alles anders ist und die Sonne sich um die Erde dreht - [I]sofern es dazu eine schlüssige Theorie gibt[/I]. Die Aussage "man könnte auch alles auf links drehen" stellt aber keine brauchbare Theorie dar. Sie sagt weder etwas voraus, noch widerlegt sie etwas.

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Beitrag von Kampfkeks »

[QUOTE=Benutzername;25660]Einerseits sagst Du Pythagors steckt uns alle in die Tasche - und gleichzeitig sagst Du dass die meisten nicht so beschränkt sind - aber im Vergleich zu Pythagoras wären sie es dann aber doch aus Deiner Sicht. [/QUOTE]

Du drehst mir das Wort im Munde um. Was ich gesagt habe, ist ziemlich klar. Ehrlich gesagt weiß ich nicht, worauf du eigentlich hinaus möchtest.
Du redest viel, sagst aber nichts.

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Beitrag von Kampfkeks »

Wow, da habe ich ja einen ganz empfindlichen Nerv getroffen.
Leb wohl, du Genie.

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Beitrag von Zapp Brannigan »

[LIST]
[*] Ein rotierendes system (wie das sonnensystem) hat immer ein rotationszentrum, relativität hin oder her
[*] Linearisierung ist eine technik, nichtlineare differenzialgleichungen analytisch lösen zu können. Wird z.bsp. bei Instabilitäten oft benutzt. Mit relativität hat das nichts zu tun.
[*] Axiome werden in der mathematik, nicht in der physik benutzt. Wenn ich ein mathematisches system auf anderen anxiomen aufbaue (das darf ich), ist danach die physik immer noch die gleiche, es wird mathematisch einfach anders dargestellt.
[*] Das "A" in IAC steht für "Astro[B]nautical[/B]", zu dieser konferenz gehen wenig Astro[B]physiker[/B]
[/LIST]

[quote]Du redest viel, sagst aber nichts. [/quote]
Das fasst es gut zusammen

Kiffing
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Beitrag von Kiffing »

[QUOTE]
Obwohl ich mich bereits abgemeldet hatte, wurde ich hier angesprochen - das wurde mir mitgeteilt. - Auf das Posting von Kampfkeks: dass ich mich hier abgemeldet habe, hat nichts direkt mit Dir oder dem was Du geschrieben hast zu tun, sondern wie sich Kiffing verhalten hat. Tut mir leid, dass Du da schon wieder falsch liegst - muß frustrierend sein.[/QUOTE]
Wie wärs mal mit ein bißchen Selbstkritik wegen Deines eigenen Verhaltens. Und bitte zwing mich nicht dazu, die ganze Geschichte mit unserem PN-Verkehr und der Löschung Deiner Äußerungen vor den anderen breitzutreten, das würde Dich mehr treffen als mich selbst. In diesem Zusammenhang ist auch die angekündigte Abmeldung, die nicht länger als einen Tag gehalten hat, wenig souverän.

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Beitrag von Kiffing »

Ich habe nicht hämisch hinter Dir hergeschrieben, aber Du gehst mir einfach auf den Geist. Vielleicht möchtest Du mir noch einmal ein Ultimatum stellen, vielleicht klappt es ja beim zweiten Mal? :)

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Beitrag von Kiffing »

[QUOTE=anonym]willst Du, dass ich noch ärgerlicher werde? [/QUOTE]
Nein, ich will, daß Du einfach mal den Mund hältst, und damit wir jetzt einmal alle - Dich selbst eingeschlossen - unsere Ruhe haben, zwinge ich Dich jetzt dazu, Deine angekündigte Abmeldung jetzt zumindest für eine Woche beizubehalten. :)

Zapp Brannigan
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Beitrag von Zapp Brannigan »

Zuallererst möchte ich mich korrigieren. Von Axiomen wird, wie ich gerade herausgefunden habe, auch in der Physik gesprochen. Dies hauptsächlich in den Gebieten der Relativitätstheorie und der Quantenphysik (laut Wikipedia). Ich möchte mich bei anonym bedanken, mir das so höflich mitgeteilt zu haben.

Was das IAC angeht bin ich etwas verwirrt. Laut der website [url]http://www.iac.es[/url] gab es keine konferenz im august, weder 2015 noch 2014. Ich habe dann etwas weiterrecherchiert und gesehen dass es das STARMUS Festival gibt, welches in kollaboration mit dem IAC organisiert wird, und welches zu deiner Beschreibung passt. Aber dies ist nicht jährlich, und auch nicht im august, und war auch nicht im letzten jahr. Wieso also schreibst du dass du vom IAC eingeladen wurdest, wenn es sich eigentlich um STARMUS handelt, warum schreibst du dass es letztes jahr im august war, wenn es doch 2014 im september war, und warum schreibst du, dass es jährlich ist, wenn es doch nur 2011 und 2014 und stattgefunden hat? Weltberühmt oder sogar Wimbledon von Astrophysik ist es auf jeden fall auch (noch) nicht.

Ich weiss nicht was ich von dir halten soll. Bist du ein "genie", das sehr schlecht kommunizieren kann, oder ein hochstapler, welcher sich extra so vage ausdrückt, damit niemand merken soll, dass da nicht viel konsistenz dahinter ist?

Du darfst auch gerne fachsimplen! Ich kenne mich zwar nicht in allen themen gleich gut aus (wie meine unkenntis von Axiomen in der physik ja schon zeigt), aber ich habe einen doktortitel in astrophysik und arbeite an der universität.

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Beitrag von Babylonia »

Da trifft man einen Astrophysiker im Schachforum, willkommen Zapp in diesem naturwissenschaftlichen Thread! :smile:

Ich selbst habe nie eine Naturwissenschaft studiert und ich bin auch kein mathematischer Begabungstyp. Bei uns im Mädchengymnasium wurde zwar sehr guter Mathematikunterricht gegeben, aber Astronomie im Physikunterricht war Fehlanzeige.

Meine Zeit im Astronomieclub datiert von 2003 bis 2010. Die Amateurastronomen in diesem Club spezialisierten sich immer mehr auf die Astrofotografie. Zum Schluss, als ich noch Mitglied war, kamen regelmäßig Vorträge über fototechnische Feinheiten, was überhaupt nicht interessierte. Ich habe in der Zeit damals viele Bücher über Astronomie gelesen. Das wichtigste Nachschlagewerk, was ich hier habe, ist das Buch von [B]Hans-Ulrich Keller, Kompendium der Astronomie, 2008.[/B]

Später kam dazu, dass unsere Mediothek die Zeitschrift "Sterne und Weltraum" abbestellt hatte, jetzt kann ich sie kostenlos nur noch in der Stadtbücherei Düsseldorf lesen. Dort gibt es aber auch 2 Schachzeitschriften, also muss ich mich entscheiden. :rolleyes: Seit Jahren haben haben wir sehr gute Astronomievorträge für ein allgemeines Publikum an der VHS. Seitdem diese VHS aber keinen naturwissenschaftlichen Direktor mehr hat, gibt es nur noch einen Astronomievortrag pro Semester.

Der Vortrag im 1. Semester 2017 hieß "Galaxien - einsame Inseln im Weltall", der Dozent war vom Max Planck Institut für Radioastronomie in Bonn und der Vortrag war schwerpunktmäßig aber nicht ausschließlich Radioastronomisch. Ich habe mir gerade die Mitschrift von diesem Vortrag angeschaut, da war auch keine Frage offen geblieben. Sachen, die ich überhaupt nicht verstehe, schreibe ich meistens gar nicht erst mit.

Mal sehen, welchen Vortag das 2. VHS - Semester 2017 bringen wird.

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Beitrag von Zapp Brannigan »

Was man sich klar sein muss ist dass der "moderne" Astronom nicht mehr am abend hinter dem Teleskop sitzt, sondern einen "normalen" Tag-job hat. Die Lichtverhältnisse sind viel zu schlecht hier, so dass auch ein sehr gutes Teleskop keine guten Daten liefern würde. Aus diesem Grund bekommen unsere Astronomen ihre Visuellen Beobachtungsdaten entweder von Chile (für den Südhimmel) oder von den kanarischen Inseln. In Chile haben wir sogar unser eigenes Teleskop. Die Bilder kann man dann vom Server runterladen.
Eine Arbeitskollegin macht Radioastronomie. Radio-Teleskope stehen wiederum vor allem da, wo sie nicht im weg stehen, [URL="https://en.wikipedia.org/wiki/Atacama_Large_Millimeter_Array"]ALMA[/URL] braucht ja je nach konfiguration 16km länge. Viele "profesionelle" Astronomen und -physiker sind auch noch nebenzu hobby-astronomen und gehen am Abend / in der Nacht beobachten, dies aber nicht aus wissenschaflicher interesse.

Ich persönlich würde mich eher einen Astrophysiker nennen. Ich beobachte nicht (auch nicht als hobby) und brauche auch keine beobachtungsdaten. Ich mache hauptsächliche simulationen auf rechenzentren, werte diese aus und versuche so, neue physikalische erkenntnisse zu erhalten.

edit:
Was englische Videos angeht, gibt es einige sehr gute [I]BBC Horizon[/I] dokumentarfilme (vor allem vor 2010, danach wurde es "amerikanisiert"). Da gibt es (gab es?) auch ein paar auf youtube. [I]Cosmos: A Spacetime Odyssey[/I] soll auch gut sein, ich habe mal den ersten gschaut, fand ich vom inhalt her gut gemacht, nur wie üblich für amerikaner mit sehr übertriebenen special effects und suspence.

Von Arte habe ich auch schon gute, deutschsprachige videos angeschaut, vor ein paar Jahren habe ich mit meiner Freundin einen Video zur dunklen Energie angeschaut, der war gut gemacht!

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Beitrag von Babylonia »

Ja, die Zeiten als noch Galileo Galilei mit seinem Fernrohr abends in den Nachthimmel schaute, sind bei den Astronomen von heute schon lange passé, die sitzen nämlich den ganzen Tag am Computer wie die Bürokaufleute auch. Die Beobachtungszeiten in den Großteleskopen sind selten und teuer. Natürlich habe ich vom Teleskop des Nordhimmels in La Silla, Gran Canaria und den 4 Teleskopen auf dem Paranal in Chile der ESO (European Soutern Observatory) gehört und gesehen.

Zur Zeit habe ich kein Kabelfernsehen, es war analog und wurde im Juni 2017 abgeschaltet. Aber als ich noch Fernsehen hatte, habe ich mir öfters Astronomie Dokus auf "N24" und "ntv" angeschaut.

Das große deutsche Radioteleskop in Effelsberg in der Eifel (des Instituts für Radioastronomie in Bonn) ist noch eifrig in Betrieb, jedoch sind jetzt ausgedehnte Interferiometrie Radioteleskope der neue Standard der Technik. Dabei sollte man auch noch "LOFAR" erwähnen.

Du wohnst in der Schweiz, nehme ich an. Was gibts denn da an großen Teleskopen? Da bieten sich ja die Berge an, oder nicht?

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Beitrag von Zapp Brannigan »

Wie gesagt, ich und Teleskope, da kenn ich mich nicht aus. Musste jetzt sogar nachschauen ob wir in der Schweiz überhaupt Radioteleskope haben, anscheinend gibt es laut Wikipedia drei, wovon eines davon der Universität Bonn gehört.

Ich kenn mich eher mit Rechenzentren aus, da haben wir in Lugano ein sehr gutes, drittbestes rechenzentrum der welt laut der top500 liste ([url]https://www.top500.org/list/2017/06/[/url]). Mich faszinieren dann auch eher solche sachen:
[url]https://www.youtube.com/watch?v=zLSe7RxtJ4o[/url]
[url]https://www.youtube.com/watch?v=PrIk6dKcdoU[/url]

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Beitrag von Babylonia »

Verstehe, Zapp, dass du eher mit (astrophysischen oder kosmologischen?) Berechnungen beruflich zu tun hast und infolgedessen interessieren dich die entsprechenden Rechenzentren.

Am Samstag werde ich mal zur Stadtbücherei Düsseldorf fahren und mich dort mal mit den 3 Zeitschriften "Sterne und Weltraum", "Schach" und "Schach Magazin" beschäftigen. Alles teure Zeitschriften und ich mache mir gerne diese oder jene Kopie um dann wenige Seiten gründlich zu lesen.

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AW: Wer von euch Schachspielern interessiert sich auch für Astronomie?

Beitrag von Babylonia »

Samstags kann ich in die Nachbarstadt mit dem VRR-Ticket fahren ohne Zusatztickets zu stempeln. Heute hatte ich neben den beiden Schachzeitschriften die Zeitschrift "Sterne und Weltraum Heft vom August 2017" in der Hand. Ein neues Thema in der Astronomie sind die [B][COLOR="#4B0082"]Gravitationslinsen[/COLOR][/B] und die [B][COLOR="#4B0082"]Gravitationswellen[/COLOR][/B]. Vor kurzem erst sind sie nachgewiesen worden, die Theorien dazu bestanden schon viel länger. Für mich sind die Phänomene neu und noch ziemlich unverständlich. Bist du mit diesem Thema vertraut, Zapp", und könntest du mir kurz zusammengefasst etwas erklären?

Babylonia

Zapp Brannigan
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Beitrag von Zapp Brannigan »

Also Gravitationslinsen und -wellen sind zwei ganz verschiedene Sachen. Ich kenne die prinzipien, aber habe die relativitätstheorie nie gross studiert, alles was ich mache ist noch "klassische" mechanik, wie von Newton beschrieben.

Gravitationslinsen sind einigermassen einfach zu erklären und beobachtet man seit langem: Einstein hat mit seiner generellen Relativitätstheorie gezeigt, dass schwere objekte nicht nur andere objekte mit masse anziehen, sondern auch massen-lose objekte "anziehen". Dies im gegensatz zu Newtons Formulierung der Gravitationskraft: F = m*a = -G*m*M/r², wo objekte ohne masse nicht angezogen werden. Jetzt, da auch massen-lose objekte angezogen werden, gilt dies auch für Licht. Das Licht das wir von einem weit eintfernten Objekt, z.bsp. einer Galaxie, sehen, kam nicht unbedingt durch eine gerade linie auf uns zu, sondern hat je nachdem einen bogen um ein schweres Objekt, z.bsp. einen galaxienhaufen.

Hier eine illustration:
[IMG]http://www.roe.ac.uk/~heymans/website_images/Gravitational-lensing-galaxyApril12_2010-1024x768.jpg[/IMG]

Und hier eine schöne Teleskopaufnahme des Effekts einer gravitationslinse:
[IMG]http://www.roe.ac.uk/~heymans/website_images/abell2218.jpg[/IMG]
Der "Kreis", den man sieht, wird von immer der gleichen Galaxie gezeichnet.

Gravitationswellen sind etwas komplizierter. Die generelle relativitätstheorie sagt, dass man die anziehungskraft als geometrischen effekt anschauen kann. In der oben beschriebene Gravitationslinse würde das bedeuten, dass das licht nicht gebogen wird, sondern gerade aus "fliegt", aber der raum "gebogen" ist. Eine sehr vereinfachte 2D-ansicht ist, wenn man sich vorstellt, ein elastisches tuch sei über einen ramen gespannt. Wenn ich da eine schwere kugel (= Stern) reinlege, geht das tuch an dieser stelle tiefer runter. Die geometrie des elastischen tuches ist der "gebogene" raum. Wenn ich jetzt die kugel aus dem tuch wieder rausnehme, wird das tuch nicht einfach wieder flach, sondern fängt an zu "wippen". Und dieses wippen ist eine gravitationswelle.

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Beitrag von Babylonia »

Hi Zapp,

ich habe jetzt erst deinen Astronomieunterricht gefunden, das wird ja oben in diesem Schachforum nicht angezeigt, weil solche Themen im weitesten Sinne unter "Off-Topic" fallen. Du erklärst sehr gut, so würde man das auch in einer populären Astronomiezeitschrift lesen können. Von der "gekrümmten Raumzeit" im Sinne der Relativitätstheorie habe ich schon öfters gelesen, und solche bildlichen Darstellungen, wie wenn ein Planet in ein Gummituch geworfen wird, habe ich schon in "Sterne und Weltraum" gesehen. Ich nehme an, dass das Foto mit den Galaxien, die eine Gravitationslinse zeigen eine Aufnahme vom Hubble-Weltraumteleskop ist? Interessant, dass das Licht angezogen werden soll. Licht = Photonen oder Wellen, den nachdem, wie man es betrachtet.

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Beitrag von Zapp Brannigan »

[quote]ich habe jetzt erst deinen Astronomieunterricht gefunden[/quote]
Ich habe ihn ja auch erst gestern geschrieben :D, wobei Untericht wohl ein grosses wort ist.

Wissenschaft in worten (anstatt formeln) zu erklären ist einerseits wichtig, damit auch die "normalbevölkerung" draus kommt. Aber man kommt halt auch sehr schnell an seine grenzen. Raumkrümmung kann man noch recht einfach erklären, man geht zur illustration von 3D zu 2D runter, und die krümmung wird in der 3ten dimension dargestellt. In der realität wird aber 3D gekrümmt, und man bräuchte 4D um es zu erklären. Das kann man sich noch so knapp vorstellen. Ich spanne eine Schnur durch ein zimmer, und wenn der raum im zimmer gekrümmt ist, ist die schnur nicht gerade sondern macht eine kurve.

Raumzeit ist dann doch noch mal viel komplizierter! Wie soll man sich gekrümmte Zeit vorstellen? Klar, man multipliziert die Zeit mit der lichtgeschwindigkeit und bekommt wieder eine distanz, aber so ganz intuitiv ist es doch nicht. Für mich ist eine sekunde eine sekunde und nicht die distanz erde-mond...

Man kommt halt schnell zu problemen, wo man eine "simple" einzeilige formel auf mehreren seiten mit viel metaphoren erklären muss. Es gibt sachen, die kann man sich nicht vorstellen, aber die mathematische formulierung versteht man. Man könnte sich die frage stellen, ob es nicht einfacher wäre, zuerst den leuten einfach etwas mehr mathe beizubringen. Aber mathe, im gegensatz zu astronomie, ist halt bei der "normalbevölkerung" unbeliebt.

Ich weiss noch wie ich anfangs Studium mühe hatte mit Integral-Beschreibungen von Systemen (z.bsp. Erhaltungssätze). In meinen kopf musste ich immer sagen "ok, das integral bedeutet, alles was in diesem voumen reinkommt und rausgeht ist konstant" oder so. Inzwischen ist es umgekehrt. Wenn in einem text wissenschaft in worten erklärt wird, muss ich es immer zuerst in eine mathematische formel übersetzen, um wirklich zu verstehen um was es geht.

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Beitrag von Babylonia »

Zitat Zapp:
[I]
"Man kommt halt schnell zu problemen, wo man eine "simple" einzeilige formel auf mehreren seiten mit viel metaphoren erklären muss. Es gibt sachen, die kann man sich nicht vorstellen, aber die mathematische formulierung versteht man. Man könnte sich die frage stellen, ob es nicht einfacher wäre, zuerst den leuten einfach etwas mehr mathe beizubringen. Aber mathe, im gegensatz zu astronomie, ist halt bei der "normalbevölkerung" unbeliebt.

Ich weiss noch wie ich anfangs Studium mühe hatte mit Integral-Beschreibungen von Systemen (z.bsp. Erhaltungssätze). In meinen kopf musste ich immer sagen "ok, das integral bedeutet, alles was in diesem voumen reinkommt und rausgeht ist konstant" oder so. Inzwischen ist es umgekehrt. Wenn in einem text wissenschaft in worten erklärt wird, muss ich es immer zuerst in eine mathematische formel übersetzen, um wirklich zu verstehen um was es geht."[/I]

Das verstehe ich sehr gut, dass es für dich ungenau ist, wenn du einen astronomischen Begriff mit Worten erklären musst statt ihn mit einer Formel zu verdeutlichen. Wenn ein Laie sagt: "Der weiße König steht unten in der Mitte am Rand und der schwarze König steht rechts oben in der Ecke." würde ich als Schachspielerin lieber sagen: Weiß: K e1; Schwarz: K h8.

Der Gedanke den Leuten mehr Mathematik beizubringen, damit sie die Astronomie besser durchgründen können, wird zum Beispiel an den Schulen umgesetzt, wenn dort - seltenerweise - mal eine Astronomie AG angeboten wird. Ich habe zwei Bücher "Schüler DUDEN Astronomie" als auch "Kompendium der Astronomie", die auch die Mathematik mit ins Spiel bringen. Nur habe ich in der Schule zwar die reine Mathematik (ohne spezifische Anwendungen und ohne Beweise) gelernt und ich weiß was differenzieren und integrieren ist, aber meine Kenntnisse datieren aus der Zeit bis 1980. Integrale hatten wir z.B. benutzt um Flächen und Körper zu berechnen. Mathematik war für mich kein uninteressantes, dafür aber ein sehr aufwändiges Lernfach. Ich musste alles immer durch viele Aufgaben zu machen gut einüben, wohingegen mathematisch Begabte das Fach vor allem durch das direkte Verstehen erfassen.

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Beitrag von Zapp Brannigan »

Hier ein gutes video zu gravitations-wellen:

[url]https://www.youtube.com/watch?v=YHS9g72npqA[/url]

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Beitrag von Babylonia »

[QUOTE=Zapp Brannigan;28009]Hier ein gutes video zu gravitations-wellen:

[url]https://www.youtube.com/watch?v=YHS9g72npqA[/url][/QUOTE]

I watched it! Instructive video with lots of comparisons.

(Ich habe es angesehen! Gut erklärtes Video mit vielen Vergleichen. )

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Beitrag von Babylonia »

[B][COLOR="#800080"]Raumsonde JUNO[/COLOR] im August 2017 beim Planeten Jupiter zu Besuch[/B]

Zur Zeit umkreist diese Raumsonde den Gasplaneten Jupiter, mehr weiß ich aber noch nicht. Noch nicht einmal, ob es ein Projekt von der ESA oder der NASA oder von beiden ist. Es werden wohl spektakuläre Fotos gemacht. Wenn ich wieder in der Stadtbücherei Düsseldorf bin, werde ich mal das neue Heft von "Sterne und Weltraum" nach diesem Thema untersuchen.

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Beitrag von Babylonia »

Heute Abend war ich dort in der Stadtbücherei und ich hatte das Heft "Sterne und Weltraum" vom September in der Hand, den Artikel über die Jupiter-Mission "Juno" und das Astronomie - Gewinnspiel wollte ich kopieren, aber beide Kopierer waren außer Betrieb. Beim einen war nur ein Papierschacht leer, was mir aber erst angezeigt wurde, nachdem ich 1 EUR eingeworfen hatte. Der Mitarbeiter bekam das Problem technisch nicht in den Griff und dann sollte ich noch unten zur Kasse gehen, um ein Formular auszufüllen, damit mir das Geld rückerstattet werden kann. "Das darf doch nicht wahr sein!" dachte ich mir und sagte an der Kasse: "Wenn ich noch länger hier stehen muss, dann fährt mir der Zug nach Krefeld weg!" Hastig bekam ich dann 1 EUR zugesteckt - ganz ohne amtliches Formular mit Unterschrift und Stempel! rotflmao2rotflmao2

Wegen dieser Umstände kann ich noch nichts Neues melden wegen des "Juno" Projekts.

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Beitrag von Babylonia »

Zum Thema der Jupiter Raumsonde "Juno" gibt es einen einführenden Artikel auf Deutsch in "Die Zeit" mit dem Titel:

[B]"Der Mensch kratzt am Jupiter"[/B]: [url]http://www.zeit.de/wissen/2016-08/juno-jupiter-sonde-nasa-vorbeiflug-astronomie-planet-raumfahrt[/url]

Es ist also eine Mission der NASA und die Raumsonde ist jetzt erst Mal am Jupiter vorbei geflogen und hat Nahaufnahmen von unter anderem den [B]"Großen Roten Fleck"[/B] gemacht und soll anschließend den Jupiter 33 Mal umrunden.

Hier ist die Webseite der NASA zum Projekt "Juno": [url]https://www.nasa.gov/mission_pages/juno/main/index.html[/url]

Wenn ich mich erstmal an so einem Thema festbeiße, werde ich es weiter verfolgen, bis ich genug darüber weiß und dann interessieren mich wieder andere Themen.

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Beitrag von Babylonia »

Heute war ich in der Stadtbücherei und habe mir die Zeitschrift "Sterne und Weltraum" durchgeblättert (Monat September), zur Sonden Mission "Juno" sind dort große farbige Fotos von der Jupiter Oberfläche von ganz nah zu finden, aber der Artikel hat sehr wenig Text, daher habe ich ihn nicht kopiert. Sowieso wären dann die schönen Farbfotos für mich in Schwarzweiß kopiert.

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Beitrag von Babylonia »

Am Dienstag, den 10. Oktober 2017, war ich beim VHS Astronomievortrag.

[B][COLOR="#006400"]Titel des Vortrags: 50 Jahre Pulsare, 50 Jahre kosmische Uhren für Einstein[/COLOR][/B]

Er wurde von einem Wissenschaftler des Max Planck Instituts für Radioastronomie in Bonn gehalten.

Es ging um die Allgemeine Relativitätstheorie von 1915 von Einstein und auch um Gavitationswellen und wie man diese inzwischen messen kann. Dabei wurde auch Bezug genommen auf den Physiknobelpreis vom Oktober 2017.

Zur Erklärung für Nicht-Insider: Pulsare sind Neutronensterne, die exakt regelmäßige Pulse aussenden, die mit Radioteleskopen registriert werden können.

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Beitrag von Babylonia »

Ich habe gerade mit meinem dänisch-norwegischen Skypie einen ganz aktuellen Artikel zur [COLOR="#800080"][B]Gravitationswellen-Astronomie[/B][/COLOR] auf Deutsch gelesen:

[url]http://www.zeit.de/wissen/2017-10/gravitationswellen-astronomie-entdeckung-echo-neutronenstern-kilonova[/url]

Dabei geht es um den Zusammenstoß bzw. die Verschmelzung zweier Neutronensterne.

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Beitrag von Nefumanto »

Hallo,

dieses Forum ist eine wahre Fundgrube. Sogar Astronomie ist vertreten.

Mit Amateur-Astronomie beschäftige ich mich seit Ende der 1980er Jahre. Damals habe ich an zwei VHS-Kursen teilgenommen.

Später habe ich mich mit der Sonne beschäftigt. Das geht vor allem tagsüber. In kalten Winternächten in der Landschaft zu stehen, mag ich nicht besonders.

Die Beschäftigung mit der Amateur-Astronomie hat mir später geholfen, als ich mit Amateurfunk angefangen habe. Aber das ist schon wieder ein anderes Thema.

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Beitrag von ToBeFree »

:)

Zur Sonnenbetrachtung habe ich einige interessante Warnhinweise gelesen, die an dieser Stelle vielleicht erwähnt werden sollten: [url]http://www.svenwienstein.de/HTML/sonnenfilter.html[/url]

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Beitrag von Nefumanto »

Besser als Sonnenfilter ist die Projektions-Methode:

mit dem Rücken zur Sonne stehen oder sitzen und lediglich das Fernglas auf einem Stativ oder über die Schulter in die Sonne halten. Dann solange probieren, bis die Sonne mit ihren Sonnenflecken auf eine weiße Wand oder ein weißes Türblatt fällt.

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Beitrag von ToBeFree »

Oh, das sieht bestimmt schön aus. :cool2:

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Beitrag von Babylonia »

Ich habe 7 Jahre Mitgliedschaft im Astronomieclub hinter mir, 2010 bin ich da wieder ausgetreten. Ich hatte gar nicht vor praktische Astronomie zu betreiben. Damals schon entwickelte sich unser Club immer mehr zum Spezialclub für Astrofotografen. Damals hatten wir einen Sternwarte auf dem Dach und einmal im Monat die Vorlesungsreihe "Grundlagen der Astronomie" eines Physikers.

Was Sonnenbeobachtung betrifft haben die praktischen Astronomen auf dem Theaterplatz den Merkurdurchgang und den Venusdurchgang beobachtet, dort wurde die Sonne auf eine Leinwand projeziert. Ich war dabei als Zuschauerin.

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Beitrag von Babylonia »

Jetzt am Freitag, den 28. Juni 2019 habe ich zum ersten Mal nach nach fast 9 Jahren mal meinen ehemaligen Astronomieclub besucht. Sie waren umgezogen und haben jetzt einen neuen, deutlich größeren Clubraum mit einer Riesenleinwand für Vorträge. Das ist ein Klassenzimmer einer ehemaligen Schule. Der Verein hat jetzt auch neue jüngere Mitglieder dazubekommen. Nach wie vor finden dort grundlegende Vorträge zu Astronomie und Raumfahrt statt.

Ich bin aber schon in 3 Vereinen Mitglied, das reicht. Außerdem nimmt mein Hobby "Schach" breiten Raum ein, noch ein zweites "Lern- und Wissen - Hobby" wäre wirklich zuviel.

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Beitrag von Schlaffi »

Auf welt.de gibt immer interessante artikel zu lesen. Keine Ahnung, wieviel Zeit ich auf youtube verbracht habe, was die Thematik angeht.

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Physik-Crashkurs für Science-Fiction-Autoren

Beitrag von ToBeFree »

Ach, da fällt mir gerade etwas ein. Ich habe vor einiger Zeit einen "Physik-Crashkurs für Science-Fiction-Autoren" aus YouTube-Links zusammengestellt.


[B]Weiße Zwerge, schwarze Löcher[/B]

[LIST]
[*][url]https://youtu.be/0RRU0sdgoQI[/url]
[*][url]https://youtu.be/ulCdoCfw-bY[/url]
[*][url]https://youtu.be/e-P5IFTqB98[/url]
[*][url]https://youtu.be/yWO-cvGETRQ[/url]
[*][url]https://youtu.be/8nHBGFKLHZQ[/url]
[/LIST]

[B]Neutronensterne[/B]

[LIST]
[*][url]https://youtu.be/ZW3aV7U-aik[/url]
[*][url]https://youtu.be/p_8yK2kmxoo[/url]
[/LIST]

[B]Wurmlöcher[/B]

[LIST]
[*][url]https://youtu.be/9P6rdqiybaw[/url]
[/LIST]

[B]Geburt und Tod des Universums[/B]
[LIST]
[*][url]https://youtu.be/wNDGgL73ihY[/url]
[*][url]https://youtu.be/4_aOIA-vyBo[/url]
[/LIST]

[B]Das Fermi-Paradoxon[/B]

[LIST]
[*][url]https://youtu.be/sNhhvQGsMEc[/url]
[*][url]https://youtu.be/1fQkVqno-uI[/url]
[/LIST]

[B]Der Weg der Menschheit ins All[/B]

[LIST]
[*][url]https://youtu.be/NtQkz0aRDe8[/url]
[*][url]https://youtu.be/ZL4yYHdDSWs[/url]
[*][url]https://youtu.be/RVMZxH1TIIQ[/url]
[/LIST]

[B]Raumkämpfe[/B]

[LIST]
[*][url]https://youtu.be/9Xs3mGhQGxM[/url]
[/LIST]

[B]Fusionskraftwerke[/B]

[LIST]
[*][url]https://youtu.be/mZsaaturR6E[/url]
[/LIST]

[B]Quantencomputer, Shor-Algorithmus[/B]

[LIST]
[*][url]https://youtu.be/lvTqbM5Dq4Q[/url]
[/LIST]

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Beitrag von Babylonia »

Hi ToBeFree,

danke dir für die interessanten YouTube Videos, die Phänomene der Astronomie sehr anschaulich erklären. Schön, dass du die Videos nach Themengebieten gegliedert hast. Da werde ich hin- und wieder mal mir das eine oder andere Video anschauen.

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Beitrag von ToBeFree »

Gerne, es freut mich, dass die Liste genutzt wird. Ich nehme auch gerne Ergänzungen entgegen. :manga_smile:

Schlaffi
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Beitrag von Schlaffi »

Danke auch von mir!

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Re: Wer von euch Schachspielern interessiert sich auch für Astronomie?

Beitrag von Babylonia »

Am Dienstag, den 29. Oktober 2019 gehe ich zum VHS - Vortrag über die Pluto / Charon Vorbeiflugmission "New Horizons", die vor ungefähr 2 Jahren stattfand und jetzt sicherlich schon viele wissenschaftliche Erkenntnisse hervorgebracht hat.

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Re: Wer von euch Schachspielern interessiert sich auch für Astronomie?

Beitrag von Zapp Brannigan »

Nobel-Preis für Astronomie dieses Jahr! Etwas komisch, dass der Preis halbiert wurde und für zwei total verschiedene Themen vergeben wurde, es fühlt sich ein wenig nach "Für einen ganzen Nobel-Preis ist es zu wenig gut, aber einen Halben könnt ihr haben" an.

Sehr glücklich bin ich natürlich für Michel Mayor und Didier Queloz, welche den ersten Exoplaneten gefunden haben und im gleichen Institut arbeit(et)en, in welchem ich promoviert habe.

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Re: Wer von euch Schachspielern interessiert sich auch für Astronomie?

Beitrag von Babylonia »

Glückwunsch an deine beiden ehemaligen Kollegen! Ich hatte von dem Physiknobelpreis und den anderen Nobelpreisen im Radio erfahren und wusste durchs Internet, dass das Finden von Exoplaneten ausgezeichnet wurde, es handelt sich also um die Ersten überhaupt (in den 90-er Jahren, es müssen "heiße Jupiter" gewesen sein).

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Re: Wer von euch Schachspielern interessiert sich auch für Astronomie?

Beitrag von ToBeFree »

Es gibt ein neues Kurzgesagt-Video zu Neutronensternen. 🙂

https://youtu.be/udFxKZRyQt4

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Re: Wer von euch Schachspielern interessiert sich auch für Astronomie?

Beitrag von Babylonia »

Thank you for this interesting astronomy video in English! 👏 Sehr komplexe Zusammenhänge gut erklärt.

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